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Pfarrkirche St. Peter oberhalb Gratsch |


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Dieser kunsthistorisch wertvolle Bau steht über
einer noch älteren Anlage aus vorromanischer
Zeit und ist ein äußerst seltenes Beispiel einer
Kreuzkuppelkirche mit Langhaus und Seitenschiffen.
Der Volksmund überliefert, dass auf
diesem aussichtsreichen Platz einst eine der ältesten
Taufkirchen der ganzen Umgebung stand.
Im Jahre 1287 erwarb Graf Meinhard II. von
Görz-Tirol das Patronat und übertrug es dem
Zisterzienserstift Stams im Oberinntal, dem die
Kirche bis zum heutigen Tage angehört.
Die altertümliche Bauweise der Pfarrkirche
St. Peter ist typisch für den lombardisch-karolingischen
Stil und erfuhr 1290 durch Meinhard
II. eine Reihe von Umbauarbeiten.
Die archäologischen Untersuchungen haben
bedeutende Funde an den Tag gebracht: zwei
uralte Altare, ein Reliquiengrab, Skelettreste und
zahlreiche Fragmente einer offenbar frühmittelalterlichen
Ausstattung der Kirche mit Stuckornamenten.
Die kleine Pfarrkirche birgt darüber hinaus bedeutende
Fresken aus romanischer Stilepoche
und Malereien vorgotischer und gotischer Zeit.
Im Laufe der letzten Jahre wurde die Kirche einer
Reihe von Restaurierungsarbeiten unterzogen.
St. Peter ist eine richtige, wenn auch kleine
Pfarrkirche mit Allerheiligstem, regelmäßigen
Sonntagsmessen und beliebten Traumessen,
Taufstein, Friedhof mit uraltem Beinhaus und St.
Wolfgang-Kapelle.
Der Sage nach wurde die Pfarrkirche St.
Peter von einem Zwergenvolk erbaut, das
vor unzähligen Jahren in den Berghöhlen
Tirols hauste. Ein äußerst schwieriges Unterfangen,
denn jedes Mal wenn der Bau bis
zum Dach fortgeschritten war, warfen die
auf dem nahen Schloss Tirol wohnenden
Riesen die mühsam vollbrachte Arbeit mit
einem Finger wieder über den Haufen.
Schließlich beschlossen die Zwerge die gesamte
Kirche samt Mauern und Dachstuhl
in einer einzigen Nacht, während die Riesen
schliefen, aufzubauen und zu vollenden.
Und so geschah es auch. Als die Riesen am
Tag darauf erwachten, sahen sie den bereits
vollendeten Bau und konnten dem
Gotteshaus nichts mehr anhaben.
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Schloss Thurnstein und die Brunnenburg |


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Von der Pfarrkirche St. Peter führt der Weg weiter
zum nahe gelegenen Schloss Thurnstein. An
den Hängen der Mutspitze, umgeben von Weinbergen,
erhebt sich hier ein hoher Turm, der mit
einem Wohnbau aus dem 16. Jahrhundert verbunden
ist. Erstmals erwähnt in der zweiten Hälfte
des 13. Jahrhunderts, führte Schloss Thurnstein
ursprünglich den Namen Turm Platzleid. Nach
mehrmaligem Besitzerwechsel gelang die Burg an
der Wende zum 17. Jahrhundert in den Besitz der
Meraner Familie von Egen, deren Nachkommen
das Schloss heute als Gaststätte führen. Im 19. Jahrhundert
wurde der Wohnbau des Schlosses erweitert
und im 20. Jahrhundert schließlich vollendet.
Den Besuchern von Schloss Thurnstein wird
sowohl in geschichtlicher als auch in kulinarischer
Sicht einiges geboten. Im Restaurant wird der
berühmte Napoleon-Wein kredenzt. Der Name
dieser Weinsorte gründet auf ein geschichtliches
Ereignis, nämlich dem Eintreffen der Nachricht von
der Gefangennahme Napoleons III. in Sedan.
Auf einem Glazialschuttkegel unterhalb von Schloss Tirol, befindet sich jene eigenartig anmutende
Burganlage die ihren Namen möglicherweise einer nahe gelegenen Quelle verdankt,
die Brunnenburg. Um 1250 von Wilhelm Tarant erbaut, wechselte die Burg im Laufe der
Geschichte zahlreiche Besitzer und wurde mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Zu
Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Brunnenburg auf ungewöhnliche Weise erneuert und
beherbergt heute das Landwirtschaftsmuseum, das den Besuchern wichtige und interessante
Einblicke in die Arbeit und Lebensweise der heimischen Bergbauern gewährt.
Geöffnet von April bis Anfang November, täglich von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr (Freitag und Samstag
geschlossen) Tel. 0473 923533
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